Gleich und gleich – Glückliche Menschen twittern mit anderen Glücklichen

Sie wissen ja: „Gleich und gleich gesellt sich gern“. Beim Kurznachrichtendienst Twitter stimmt diese Binsenweisheit einer neuen Studie zufolge tatsächlich – hier zwitschern glückliche Menschen am liebsten mit anderen glücklichen.

Zu diesem Ergebnis kommt Johan Bollen von der Indiana Universität. Für seine Studie (.pdf) über die Psychologie von Twitter analysierte er 129 Millionen Tweets von 4,8 Millionen Menschen, die zwischen November 2008 und Mai 2009 gesendet wurden.

Mithilfe einer Software durchforstete er die Kurznachrichten nach Wörtern und Sätzen, die Emotionen ausdrücken. Außerdem filterte Bollen einerseits 2700 positiv assoziierte Wörter heraus, wie zum Beispiel „gut“, „schön“, „glücklich“ oder „Liebe“. Andererseits fahndete er nach 4900 negativ besetzten Begriffen, etwa „Tränen“, „traurig“, „weinen“ oder „Tod“.

Als Bollen die Verbindungen der Nutzer untersuchte, stellte er fest: Wer über ähnliche Befindlichkeiten twitterte, war wesentlich häufiger untereinander verbunden als jene Mitglieder, die unterschiedliche Emotionen mitteilten. Oder konkret: Glückliche twitterten eher mit anderen Glücklichen, Unglückliche waren eher mit Unglücklichen verbunden.

Mögliche Erklärung: Wir ziehen es vor, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu stehen, auch im Hinblick auf die Gefühlslage. Gleich und gleich gesellt sich eben gern – auch bei Twitter.

[via ORF]

Trackbacks

  1. […] kurzem wissen Forscher, dass sich die Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter ähneln: Glückliche Menschen zwitschern am liebsten mit anderen glücklichen. Einer neuen Studie zufolge gilt diese emotionale Ansteckung auch für […]

  2. […] Twitter nutzen inzwischen Privatpersonen, Unternehmen, Politiker und Prominente. Auch Wissenschaftler widmen sich verstärkt dem Kurznachrichtendienst. Daher heute zehn Erkenntnisse zur Psychologie von Twitter. […]

Letzter Artikel:
Nächster Artikel: