Werbung mit Plus-Size-Models bringt nichts

Seit kurzem läuft auf Pro Sieben die fünfte Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ – und wieder stellt sich die Frage, ob die teilweise sehr mageren Teilnehmerinnen ein schlechtes Vorbild für weibliche Zuschauerinnen sind. Doch eine neue Studie beweist: Werbeanzeigen mit übergewichtigen Models bringen auch nichts.

Die Frauenzeitschrift Brigitte verkündete Anfang des Jahres, sämtliche Fotostrecken ab sofort nicht mehr mit Models zu produzieren, sondern „mit Frauen wie Ihnen und uns“. Damit wollte die Redaktion sicher auch ein Zeichen gegen den Magerwahn setzen.

Ein internationales Forscherteam, darunter auch der Psychologe Thomas Mussweiler von der Universität zu Köln, hat in einer Studie (.pdf) untersucht, wie Werbung mit Übergrößen-Models wirkt. Das Fazit ist eher ernüchternd: Sowohl Frauen mit einem normalen Body-Mass-Index (BMI) als auch solche mit einem hohen BMI wiesen ein niedrigeres Selbstbewusstsein auf, nachdem sie Annoncen mit Models betrachteten – und zwar unabhängig davon, ob dieses Model nun dick oder dünn war.

Demnach liegt es nicht nur am Aussehen des Models, wie eine Frau auf Werbung reagiert – ihr Selbstbewusstsein wird auch davon beeinflusst, inwieweit sich ihr Aussehen von dem des Models unterscheidet. Mitautorin Naomi Mandel resümiert: „Wir halten es für unwahrscheinlich, dass Unternehmen Marktanteile dadurch gewinnen, dass sie Übergrößen-Models buchen.“

[via PhysOrg]

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