Ein Kompliment in Ehren – So bekommen Sie mehr Trinkgeld

spendeEiner Studie zufolge bekommen blonde Kellnerinnen mehr Trinkgeld als brünette. Lässt sich der Bonus auch durch andere Tricks erhöhen? Die US-Wissenschaftler John Seiter und Harry Weger gingen dieser Frage in einem Experiment nach. Sie beobachteten zwei Kellner und zwei Kellnerinnen in einem Restaurant, gaben ihnen vorher allerdings eine Aufgabe: Jedem zweiten Kunden machten sie für seine Bestellung ein Kompliment á la „Eine exzellente Wahl!“.

Nach 348 Bestellungen ergab sich ein deutliches Bild: Wer seinem Gast zu seiner Wahl gratuliert hatte, bekam im Schnitt drei Prozent mehr Trinkgeld – allerdings nur dann, wenn die Gruppe der Gäste aus zwei bis drei Personen bestand. Bei einer größeren Gruppe hat die Charmeoffensive demnach keinen Effekt.

„Drei Prozent hört sich erstmal niedrig an“, resümieren Seiter und Weger, „aber das summiert sich innerhalb eines Jahres auf mehrere Hundert Dollar.“

In Deutschland ist es mittlerweile üblich, etwa fünf bis zehn Prozent der Rechnung der Bedienung zukommen zu lassen. Doch warum machen wir das? Das Research Digest Blog berichtet heute von einer Studie, die sich mit den Motiven des Trinkgelds beschäftigt.

Stephen Saunders und Michael Lynn befragten 530 Südafrikaner, warum sie einem Parkwächter Trinkgeld gegeben hatten. Drei Motive sind demnach entscheidend: Erstens dient das Trinkgeld als Belohnung für guten Service; zweitens geben solche Menschen mehr Trinkgeld, die es wichtig finden, anderen zu helfen; und drittens ist derjenige großzügiger, der ebenfalls spendable Freunde und Bekannte hat. Laut Saunders und Lynn dient das Trinkgeld hingegen nicht dazu, die Parkwächter auch in Zukunft zu gutem Service zu animieren.

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