Musik über Kopfhörer hinterlässt bleibende Schäden

Hören Sie auf Bus- und Bahnfahrten auch so gerne Musik über iPhone oder iPod? Eine neue Studie bestätigt nun, wovor unsere Eltern uns schon immer gewarnt haben: Musik über Kopfhörer hinterlässt bleibende Schäden.

Ein deutsch-japanisches Forscherteam um Hidehiko Okamoto und Henning Teismann von der Uni Münster untersuchte für eine neue Studie (.pdf) zwei Gruppen von jungen Erwachsenen, die im Schnitt etwa 24 Jahre alt waren. Die eine Hälfte hatte es sich schon zur Gewohnheit gemacht, regelmäßig Musik über Kopfhörer zu hören, die andere nicht.

Nun setzten die Wissenschaftler alle Teilnehmer verschiedenen Tönen aus – und maßen via Magnetoenzephalographie (MEG) die Hirnströme der Jugendlichen. Dabei wurde deutlich: Wer regelmäßig Musik via Kopfhörer lauschte, konnte die Töne wesentlich schlechter von anderen Hintergrundgeräuschen unterscheiden. Diese Einschränkung war in einem normalen Gehörtest allerdings nicht bemerkbar – erst das MEG machte die Hörschwäche deutlich.

„Wer regelmäßig laut Musik hört, schadet den Nervensträngen im Gehirn und im Hörsystem“, resümiert Okamoto. Und zwar zunächst so subtil, dass der Betroffene die Einschränkungen selbst gar nicht bemerkt.

Daher warnt auch Okamoto eindringlich davor, den Lautstärkepegel in einer lauten Umgebung noch weiter aufzudrehen. Das Gehör vergisst nämlich nie.

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