Pünktlich zur Oscar-Nacht: Die Psychologie von Filmen

In einigen Stunden werden in Hollywood zum 82. Mal die Academy Awards vergeben, besser bekannt als Oscars. Daher aus aktuellem Anlass einige psychologische Erkenntnisse zum Thema Spielfilme.

3-D-Filme wecken Kopfschmerzen: Avatar gilt bereits als erfolgreichster Film aller Zeiten – jedoch mit Nebenwirkungen: Kalifornische Wissenschaftler um David M. Hoffman fanden im Jahr 2008 heraus, dass 3-D-Filme beim Zuschauer unnatürliche Augenbewegungen hervorrufen, die für Unwohlsein und Kopfschmerzen sorgen. [via NY Times]

Komödien erhöhen Durchblutung: In einem Experiment im Jahr 2006 schauten 20 Versuchsteilnehmer Ausschnitte von lustigen und traurigen Filmen. Danach wurde ihre Durchblutung gemessen. Ergebnis: Komödien bringen das Herz eher auf Trab als Tragödien. [via Science Daily]

Die Formel für den perfekten Film: James Cutting von der Cornell Universität analysierte 150 der erfolgreichsten Spielfilme der letzten 70 Jahre. Fazit: Je jünger der Film, desto eher entsprach er einer mathematischen Formel, die auf der menschlichen Aufmerksamkeitsspanne basiert. [via Gizmodo]

Rechtshänder sitzen rechts: Wo sitzen Sie im Kino am liebsten, rechts oder links? Matia Okubo von der japanischen Senshu Universität fand in einer Untersuchung mit 200 Studenten heraus: Rechtshänder sitzen im Kino lieber rechts von der Leinwand. [via BPS Research Digest]

Liebesfilme können Beziehung schaden: Viele Frauen stehen auf schnulzige Liebesfilme. Nach Angaben eines Forscherteams um Bjarne Holmes von der Uni Edinburgh hat das nicht selten negative Folgen für die Beziehung. Die Schnulzen sorgten bei den Zuschauern für unrealistische Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft. [via Time]

Rauchende Darsteller sorgen für Nachahmer: Teenager werden zum Rauchen verleitet, wenn sie Filme mit Rauchern sehen. Diese Regel gilt unabhängig davon, ob die Raucher in dem jeweiligen Film den Bösewicht spielen oder nicht. Das ist das Ergebnis einer Studie von Susanne Tanski vom Dartmouth College. [via PhysOrg]

Actionfilme erhöhen Testosteron: Ein amerikanisches Forscherteam um Oliver Schultheiss von der Universität von Michigan entdeckte 2004, dass Actionfilme den Testosteronspiegel in die Höhe treiben. Romantische Filme lassen hingegen das weibliche Geschlechtshormon Progesteron ansteigen. [via RP Online]

Sex- und Gewaltfilme verschlechtern Erinnerung an Fernsehwerbung: Brad Bushmann und Angelica Bonacci von der Universität Iowa zeigten mehr als 300 Erwachsenen Filme mit Sex, Gewalt oder neutralem Inhalt. Zwischendurch sahen die Teilnehmer Werbespots. Ergebnis: Wer Sex- oder Gewaltszenen gesehen hatte, erinnerte sich weniger an die Werbung. [via Heise]

Kommentare

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  3. RT @danielrettig: Pünktlich zur Oscar-Nacht: Die Psychologie von Filmen http://bit.ly/drTeQB

  4. danielrettig says:

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