Gleich und gleich – Facebook-Freunde teilen Gefühle

Seit kurzem wissen Forscher, dass sich die Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter ähneln: Glückliche Menschen zwitschern am liebsten mit anderen glücklichen. Einer neuen Studie zufolge gilt diese emotionale Ansteckung auch für Facebook.

Dass Griesgrämer, Nörgler und Miesepeter unsere Stimmung nicht unbedingt verbessern, leuchtet ein. Entweder ist man als Küchenpsychologe damit beschäftigt, ihre Laune zu verbessern, oder stimmt gleich in den Chor des Trübsals mit ein. Beides ist der eigenen Stimmung eher hinderlich. Inzwischen mehren sich jedoch die Hinweise darauf, dass sich solche Emotionen nicht nur durch persönliche Kontakte übertragen – sondern auch über die Sozialen Netzwerke im Internet.

Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der amerikanische Psychologe Adam Kramer. Seine aktuelle Stellenbeschreibung: Datenwissenschaftler bei Facebook. Kein Scherz. Kramer ist tatsächlich Angestellter des Netzwerks und unter anderem dafür zuständig, die Millionen von Statusupdates mithilfe von Software zu analysieren. Seine neueste Untersuchung stellte er vor einigen Tagen auf dem Jahreskongress der „Society for Personality and Social Psychology“ vor (hier können Sie eine kurze Zusammenfassung herunterladen).

Kramer durchforstete für seine Studie mithilfe einer Software drei Tage lang die Statusnachrichten von einer Million englischsprachiger Nutzer – und ihrer etwa 150 Millionen Freunde. Das Programm filterte dabei Wörter und Sätze heraus, die entweder positive oder negative Emotionen ausdrückten. „Hass“ oder „Aggression“ wurden beispielsweise negativ bewertet, „Glück“ oder „Liebe“ positiv.

Dabei bemerkte Kramer: Die Nutzung der Wörter zog sich durch den Freundeskreis. Gebrauchte ein Nutzer überwiegend negative Wörter, taten es seine Freunde ihm anschließend tendenziell gleich. Dieselbe Wirkung hinterließen freundliche Ausdrücke: Auch sie verbreiteten sich im Freundeskreis. Mehr noch: Wenn jemand besonders häufig positive Ausdrücke benutzte, verwendeten seine Freunde weniger negative.

Wenn Sie also das nächste Mal auf Facebook ihre Befindlichkeit zum Besten geben, seien Sie gewarnt: Sie könnten damit auch die Laune Ihrer Freunde und Bekannten beeinflussen.

[via Mercury News]

Kommentare

  1. @ChemieEmma finde das machst du schon immer so aber hier eine Studie die deine Theorie bestätigt 🙂 http://t.co/pegHEGx

  2. Kein Zweifel 🙂 http://t.co/NYiMs9z

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