Gesunde Einstellung – Optimismus ist gut für das Herz

Man kann sich denken, dass eine negative Lebenseinstellung der Gesundheit nicht unbedingt förderlich ist. Wie wichtig positives Denken ist, beweist jetzt auch eine neue Studie: Optimismus ist gut für das Herz.

Das Wörtchen “ikigai” steht im Japanischen für ein bestimmtes Lebensgefühl. Vereinfacht gesagt geht es darum, in seinem Leben einen Sinn zu sehen, persönlich zu wachsen, sich selbst zu mögen, Freunde zu haben und das Leben zu genießen.

Was den Japanern ihr “ikigai”, bezeichnen wir allgemein als Optimismus. Und der ist nicht nur für unser seelisches Wohlbefinden wichtig – sondern auch für unsere körperliche Gesundheit. Bereits in der Vergangenheit konnten Wissenschaftler zeigen: Optimisten leben länger, außerdem haben sie stärkere Abwehrkräfte. Mehr noch: Optimismus ist sogar gut für das Herz. Dieses Fazit zieht zumindest die amerikanische Forscherin Julia Boehm von der Harvard Universität in einer neuen Studie.

Für ihre Untersuchung analysierte sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Laura Kubzansky mehr als 200 Studien, die sich mit dem Zusammenhang zwischen der Lebenseinstellung und der Gesundheit auseinandergesetzt hatten.

Und siehe da: “Zwischen Optimismus, Lebensfreude und Glück einerseits und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen andererseits besteht ein enger Zusammenhang”, sagt Boehm – und zwar unabhängig vom Alter der Person, ihrem Wohlstand oder dem Körpergewicht. Das lässt sich sogar in Zahlen ausdrücken: “Bei den optimistischsten Personen war das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 50 Prozent geringer.”

Wohlgemerkt: Eine optimistische Lebenseinstellung schützt das Herz nicht direkt, sondern indirekt. Offenbar ernähren sich positiv denkende Menschen gesünder, treiben mehr Sport und schlafen mehr. Außerdem haben sie niedrigeren Blutdruck und weniger Übergewicht.

Sprich: Sie behandeln sich und ihren Körper besser. Ikigai eben.

Quelle:
Julia Boehm und Laura Kubzansky (in press). The heart’s content: The association between positive psychological well-being and cardiovascular health. Psychological Bulletin.

[Foto: alancleaver unter cc-by]

Mein aktuelles Buch

Sie kennen das sicher: Alte Freunde reden gerne über die Vergangenheit. Natürlich war früher nicht alles besser - aber vieles leichter. Und deshalb ist es sinnvoll und verständlich, beim Blick in den Rückspiegel des Lebens die viel zitierte rosarote Brille aufzusetzen. Gemeinsame Erinnerungen sind der Klebstoff, der die fragile Gemeinschaft zusammenhält. Und nicht zuletzt macht es ja auch Spaß, an schöne Erlebnisse zu denken. Genau um dieses Gefühl geht es in meinem Buch: “Die guten alten Zeiten – Warum Nostalgie uns glücklich macht”.

Kommentare

  1. Ganz toller Artikel zum Thema. Schauen Sie doch auch mal in unseren Infoblog http://www.positivesdenken.de rein! Da gibt’s noch mehr Infos.

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