Gefährliche Liebschaften – die Gefahren einer geheimen Beziehung

Die Geschichte ist reich an tragischen Liebespaaren: Orpheus und Euridike in der griechischen Mythologie, Prinz Rainier von Monaco und Grace Kelly in der Realität – und natürlich Romeo und Julia bei Shakespeare. Doch diese beiden waren ohnehin dem Untergang geweiht – meint zumindest der US-Psychologe Justin Lehmiller von der Colorado State Universität.

Für seine Studie befragte er via Internet 730 Personen. Deren Gemeinsamkeit: Alle hielten ihre Beziehung geheim – die einen waren bereits verheiratet, andere arbeiteten als Geistliche, wieder andere wollten die Liebschaft vor ihren Eltern verheimlichen. Lehmiller fand heraus, welche Schattenseiten dieses Versteckspiel hat.

Einerseits fühlten die Partner sich einander weniger verbunden als solche, die ihre Beziehung offen ausleben können. Andererseits war der Wunsch, mit dem Partner den Rest des Lebens zu verbringen, weniger ausgeprägt – vermutlich, weil die Beziehung im Leben der Beteiligten eine geringere Rolle spielt. Und selbst wenn Befragten von einer tiefen, großen Liebe sprachen, fühlten sich viele von ihrem Partner nicht richtig gewürdigt – was zu Verunsicherung und Unzufriedenheit führt.

Darüber hinaus förderte Lehmillers Umfrage nicht nur seelische, sondern auch körperliche Folgen zutage: Häufig litten die Befragten unter Appetit- und Energiemangel, Kopfschmerzen und Magenverstimmungen. Offenbar besteht sogar ein Zusammenhang zwischen den Problemen und der Geheimhaltung: Je intensiver die Beziehung geheim gehalten wird, desto stärker die Beschwerden.

Lehmillers Fazit: „Geheimhaltung ist nicht nur Gift für die Beziehung, sondern auch für die Gesundheit.“

[via Psychologie Heute, 4/2010]

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