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	<title>Alltagsforschung &#187; Konsumforschung</title>
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	<description>Psychologie in Beruf und Privatleben</description>
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		<title>Von Sinnen &#8211; Das Phänomen der Wahlblindheit</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 10:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwa 20.000 Entscheidungen treffen wir jeden Tag, dabei sollen unsere fünf Sinne uns helfen - theoretisch zumindest. Denn in Wahrheit verwirren sie uns eher. Der Name dieses Phänomens: Wahlblindheit. Lars Hall von der schwedischen Lund Universität machte für seine aktuelle Studie (.pdf) einen kleinen Ausflug. Gemeinsam mit einigen Kollegen stellte er sich in einen Supermarkt [...]]]></description>
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<p>Etwa 20.000 Entscheidungen treffen wir jeden Tag, dabei sollen unsere fünf Sinne uns helfen - theoretisch zumindest. Denn in Wahrheit verwirren sie uns eher. Der Name dieses Phänomens: Wahlblindheit.</p>
<p><span id="more-3066"></span> Lars Hall von der schwedischen Lund Universität machte für seine aktuelle Studie (<a href="http://www.lucs.lu.se/Petter.Johansson/papers/Hall_et_al-2010-Magic_at_the_Marketplace.pdf" target="_blank">.pdf</a>) einen kleinen Ausflug. Gemeinsam mit einigen Kollegen stellte er sich in einen Supermarkt und sprach dort Kunden an. Insgesamt 180 Personen waren bereit, an einem kleinen Experiment teilzunehmen.</p>
<p>Und das ging so: Die Wissenschaftler konfrontierten die Freiwilligen mit zwei Produkten - Marmelade und Tee. Aus verschiedenen Sorten sollten sie diejenigen auswählen, die ihnen am besten schmeckten. Beispielsweise konnten sie sich bei der Marmelade zwischen Zitrone, Apfel-Zimt und Grapefruit entscheiden, beim Tee zwischen Apfel und Honig.</p>
<p>Sofort nach der Entscheidung baten die Forscher die Teilnehmer darum, die verschiedenen Sorten noch einmal zu testen und zu erklären, warum sie diese und jene lieber mochten. Der Clou: Zuvor hatten sie die Deckel der Marmeladen und Tees heimlich vertauscht. Mit anderen Worten: Beim zweiten Mal befanden sich die Probanden in der Illusion, ihre Lieblingsmarmelade und ihren Lieblingstee zu kosten.</p>
<p>Das Verblüffende ist: Zwei Drittel der Teilnehmer bemerkten den heimlichen Tausch gar nicht. Sie waren so überzeugt von ihrer Wahl, dass ihnen der Unterschied zwischen Grapefruit- und Apfel-Zimt-Marmelade nicht auffiel. Beim Tee verhielt es sich ähnlich. Die Kunden hatten sich so sehr auf ihre Entscheidung konzentriert ("Ich mag den Geruch des Honig-Tees"), dass ihr Geruchssinn gewissermaßen abschaltete.</p>
<p>Psychologen nennen dieses Phänomen Wahlblindheit ("choice blindness"). Lars Hall hat es gemeinsam mit seinem Kollegen Petter Johansson schon im Jahr 2005 entdeckt. In einer Studie (<a href="http://www.lucs.lu.se/petter.johansson/Papers/Johansson_et_al-2005-Failure_to_detect_mismatches.pdf" target="_blank">.pdf</a>) zeigte er damals 50 Männern und 70 Frauen zwei weibliche Porträtfotos. Danach sollten sie auswählen, welches Gesicht sie attraktiver fanden. Während die Teilnehmer ihre Entscheidung begründeten, vertauschten die Wissenschaftler heimlich die Fotos. Auch in diesem Experiment bemerkten 70 Prozent der Versuchspersonen den Tausch überhaupt nicht und verteidigten ihre "falsche" Wahl.</p>
<p>Man lerne: Egal ob es sich um unseren Geruchssinn, unsere Geschmacksnerven oder unsere Sehkraft handelt - unsere Sinne haben immer eine Präferenz. Aber das heißt noch lange nicht, dass unser Gehirn diese auch erinnert.</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.wired.com/wiredscience/2010/08/choice-blindness/" target="_blank">Wired</a>]</p>
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		<title>Endlich Nichtraucher &#8211; Warum gedanklicher Entzug nicht funktioniert</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 12:35:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Psychologie des Rauchens]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie schon mal vergeblich versucht, das Rauchen aufzugeben? Oder ein anderes Laster? Der Versuch, bei der Entwöhnung gar nicht mehr an die schlechte Angewohnheit zu denken, liegt nahe - ist aber zum Scheitern verurteilt. Schon seit Monaten hält sich ein Sachbuch in den Bestsellerlisten: "Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!" von Thorsten Havener. [...]]]></description>
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<p>Haben Sie schon mal vergeblich versucht, das Rauchen aufzugeben? Oder ein anderes Laster? Der Versuch, bei der Entwöhnung gar nicht mehr an die schlechte Angewohnheit zu denken, liegt nahe - ist aber zum Scheitern verurteilt. <span id="more-2940"></span></p>
<p>Schon seit Monaten hält sich ein Sachbuch in den Bestsellerlisten: "<a href="http://www.amazon.de/Denken-nicht-einen-blauen-Elefanten/dp/3499626098" target="_blank">Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!</a>" von Thorsten Havener. Ich behaupte einfach mal: Der Erfolg hängt auch mit dem raffinierten Titel zusammen. Wer den Titel liest, macht doch vor allem eins: an einen blauen Elefanten denken.</p>
<p>Dahinter steckt folgendes Prinzip: Wenn wir krampfhaft versuchen, partout <em>nicht</em> an etwas zu denken, denken wir im Endeffekt umso stärker daran. Und hier schließt sich der Kreis zum Nichtrauchen, wie James Erskine von der Universität von London in einer neuen <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20660892" target="_blank">Studie</a> zeigen konnte.</p>
<p>Der Wissenschaftler teilte dafür 85 Raucher mit einem Durchschnittsalter von 31 in drei Gruppen ein. Über einen Zeitraum von drei Wochen bekam jede eine Aufgabe: Die eine Gruppe sollte in der zweiten Woche unbedingt versuchen, so wenig wie möglich ans Rauchen zu denken, die andere Gruppe hingegen so viel wie möglich. Die dritte Gruppe war die Kontrollgruppe, sie bekam keine Sonderaufgabe. Jeder Teilnehmer sollte in einem Notizblock festhalten, wie viel Zigaretten er täglich konsumierte.</p>
<p>Ergebnis: Wer die Gedanken ans Rauchen unterdrücken sollte, rauchte in der zweiten Woche zwar tatsächlich am wenigsten - dafür rauchte er in der dritten Woche aber umso mehr. Mit anderen Worten: Kurzfristig brachte es durchaus etwas, sich gedanklich von den Zigaretten zu verabschieden - aber letztendlich führte es nur zu höherem Konsum. Mehr noch: Jene Teilnehmer, die sich besonders bemühten, in den drei Wochen nicht ans Rauchen zu denken, hatten in der Vergangenheit schon häufig versucht, das Rauchen aufzugeben.</p>
<p>Schon in einer <a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;_udi=B6WB2-4PT291P-3&amp;_user=9489328&amp;_coverDate=05%2F31%2F2008&amp;_rdoc=1&amp;_fmt=high&amp;_orig=search&amp;_sort=d&amp;_docanchor=&amp;view=c&amp;_acct=C000000593&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=9489328&amp;md5=5e67281eb8b565c707522fab97092c18" target="_blank">Studie</a> vor zwei Jahren konnte Erskine die negative Macht der Gedanken beweisen: Wer sich dazu zwang, auf keinen Fall an Schokolade zu denken, aß im Endeffekt mehr davon.</p>
<p>Ich bin mittlerweile über ein Jahr Nichtraucher - und kann Erskines These sehr gut nachvollziehen. Denn es gab seitdem Dutzende von Situationen, in denen ich an eine Zigarette dachte - aber bisher konnte ich immer widerstehen. Hoffentlich bleibt das auch so.</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://bps-research-digest.blogspot.com/2010/08/stubbing-out-thoughts-of-smoking-leads.html" target="_blank">BPS Research Digest</a>]</p>
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		<title>Geben und nehmen &#8211; Reiche sind geiziger</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 18:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reiche können es sich locker leisten, großzügiger zu sein als Arme - theoretisch zumindest. Praktisch sieht das schon anders aus. Einer neuen Studie zufolge gilt nämlich: Je mehr der Mensch hat, desto weniger will er abgeben. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Psychologen von der Universität von Kalifornien in Berkeley in einer Studie, die [...]]]></description>
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<p>Reiche können es sich locker leisten, großzügiger zu sein als Arme - theoretisch zumindest. Praktisch sieht das schon anders aus. Einer neuen Studie zufolge gilt nämlich: Je mehr der Mensch hat, desto weniger will er abgeben. <span id="more-2873"></span></p>
<p>Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Psychologen von der Universität von Kalifornien in Berkeley in einer <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20649364" target="_blank">Studie</a>, die vor kurzem im "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlicht wurde.</p>
<p><a href="http://sites.google.com/site/paulpiff/" target="_blank">Pauf Piff</a> und seine Kollegen gewannen für ihre 115 Freiwillige. Eine Woche vor dem eigentlichen Experiment unterzogen sie die Teilnehmer aber noch einer Befragung - um herauszufinden, wie gut es den Probanden finanziell ging. Dafür zeigten Piff und Co. ihnen das Bild einer Leiter mit zehn  Stufen, die für eine unterschiedliche Gesellschaftsschicht standen. Will sagen: Je  höher die Stufe, desto höher der soziale Status. Die Teilnehmer  sollten ein "X" auf der Stufe hinterlassen, auf der sie sich selbst  sahen.</p>
<p>Und nun zum eigentlichen Experiment. Den Probanden wurde vorgegaukelt, dass man ihnen einen Partner zugeteilt habe, der in einem anderen Raum sitze. Sie bekamen zehn fiktive Geldeinheiten und sollten entscheiden, wie viele sie davon für sich behalten und wie viele sie dem unbekannten Partner schenken wollten. Außerdem wurde ihnen mitgeteilt, dass die Geldeinheiten am Ende des Spiels echtes Geld wert sein würden - und dass ihre Spielpartner keinen Einfluss auf den Ausgang hätten.</p>
<p>Im Schnitt verschenkten die Teilnehmer 4,1 Geldeinheiten. Doch dann verglich Piff die Ergebnisse der Befragung der Vorwoche - und bemerkte: Je niedriger die Teilnehmer sich selbst auf der Leiter eingeordnet hatten, desto großzügiger waren sie. Wer sich ganz unten einsortierte, gab bis zu 44 Prozent mehr ab als die Gruppe an der Spitze - und zwar unabhängig von Alter oder Geschlecht.</p>
<p>In weiteren Experimenten fanden die Wissenschaftler zudem heraus: Angehörige der unteren Schichten waren nicht nur großzügiger, sondern auch hilfreicher und dachten eher an das Gemeinwohl. Als die Forscher die Teilnehmer nämlich fragten, wie viel Prozent seines Einkommens ein Arbeitnehmer für wohltätige Zwecke spenden sollte, antworteten die Teilnehmer aus oberen Schichten: 2,1 Prozent. Und die aus unteren Schichten sagten: 5,6 Prozent.</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.economist.com/node/16690659?story_id=16690659&amp;fsrc=rss" target="_blank">Economist</a>]</p>
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		<title>Ladies first? Von wegen &#8211; Frauen warten in Schlangen länger als Männer</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 14:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gestehe: Ich hasse es, in Schlangen zu stehen. Mir fehlt einfach das Gedulds-Gen. Offenbar bin ich aber noch gut bedient - einer neuen US-Studie zufolge warten Frauen in Schlangen nämlich länger als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest Caitlin Knowles Myers vom Middlebury College in einer neuen Studie (.pdf). Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen beobachtete [...]]]></description>
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<p>Ich gestehe: Ich hasse es, in Schlangen zu stehen. Mir fehlt einfach das Gedulds-Gen. Offenbar bin ich aber noch gut bedient - einer neuen US-Studie zufolge warten Frauen in Schlangen nämlich länger als Männer. <span id="more-2495"></span></p>
<p>Zu diesem Ergebnis kommt zumindest Caitlin Knowles Myers vom Middlebury College in einer neuen Studie (<a href="http://community.middlebury.edu/~cmyers/Revised%20Coffee%20Discrimination.pdf" target="_blank">.pdf</a>). Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen beobachtete sie die Kaffeebestellungen in acht Starbucks-Filialen in Boston. Die Wissenschaftlerinnen notierten, was die Kunden bestellten und wie lange sie auf ihr Getränk warten mussten. Siehe da: Frauen warteten im Schnitt 24 Prozent länger als Männer - und zwar unabhängig davon, was sie bestellten.</p>
<p>Insgesamt dauerte es bei Frauen im Schnitt rund 20 Sekunden länger, bis sie ihre Bestellung erhielten. Interessanterweise war dieser zeitliche Unterschied kleiner, je mehr weibliche Angestellte die Filiale hatte - und umso größer, je mehr Männer dort arbeiteten. Und: Je mehr Betrieb in einer Filiale herrschte, desto länger mussten Frauen warten - aber Männer nicht.</p>
<p>Über die Gründe für den Unterschied kann allerdings auch Myers nur spekulieren. Vielleicht liege es ja daran, dass männliche Angestellte Frauen insgeheim doch diskriminieren - indem sie sich schlicht mehr Zeit lassen.</p>
<p>Starbucks würde das sicher verneinen. Genau so wie die Tatsache, dass das Unternehmen insgeheim davon profitiert, in New York die Kalorienanzahl der Getränke veröffentlichen zu müssen, wie ich schon vor einigen Monaten <a href="http://www.alltagsforschung.de/starbucks-profitiert-von-kalorienangaben/" target="_blank">berichtet</a> habe: Viele Filialen konnten ihren Umsatz sogar steigern.</p>
<p>Wo wir gerade bei Kalorien sind: Boing Boing <a href="http://www.boingboing.net/2010/05/22/sugary-drinks-and-th.html" target="_blank">verwies</a> vor kurzem auf eine sehr schöne <a href="http://eatthis.menshealth.com/slideshow/20-worst-drinks-america-2010" target="_blank">Bildergalerie</a>, die den Kaloriengehalt amerikanischer Getränke eindrucksvoll illustrierte. Danach werden Sie Ihre nächste Bestellung bei Starbucks bestimmt nochmal überdenken...</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.boston.com/bostonglobe/ideas/articles/2010/07/04/superstition_works_kind_of/?rss_id=Boston+Globe+--+Ideas+section" target="_blank">Boston Globe</a>]</p>
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		<title>Geld nimmt die Freude an Genuss</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 07:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass viel Geld nicht automatisch glücklich macht, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Wissenschaftler sind jetzt in einer aktuellen Studie zu einer weiteren Erkenntnis gelangt: Geld nimmt uns sogar die Freude an Genuss. Psychologen um Jordi Quoidbach von der Universität Lüttich fanden in ihrer Studie (]]></description>
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<p>Dass viel Geld nicht automatisch glücklich macht, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Wissenschaftler sind jetzt in einer aktuellen Studie zu einer weiteren Erkenntnis gelangt: Geld nimmt uns sogar die Freude an Genuss. <span id="more-2236"></span></p>
<p>Psychologen um Jordi Quoidbach von der Universität Lüttich fanden in ihrer Studie (<a href="http://www.fapse.ulg.ac.be/lab/ppdi/downloads/QDPM_PS_2010.pdf" "target="_blank">.pdf</a>) heraus: Je mehr Geld Menschen zur Verfügung haben, desto weniger können sie sich über schöne Erlebnisse freuen. Das ergab eine Befragung von 351 Versuchsteilnehmern.</p>
<p>Außerdem wurde den Probanden das Foto einer großen Menge von Euro-Scheinen gezeigt. Danach gaben die Wissenschaftler ihnen ein Stück Schokolade. Und siehe da: Sie freuten sich weniger als Teilnehmer, die zuvor ein neutrales Bild angeschaut hatten.</p>
<p>Offenbar denken wir beim Anblick einer großen Summe Geld an all die vermeintlich schönen Dinge, die wir damit kaufen könnten - und freuen uns weniger über die kleinen Freuden des Lebens.</p>
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		<title>Boni-Frage: Brauchen Schüler finanzielle Anreize?</title>
		<link>http://www.alltagsforschung.de/boni-frage-brauchen-schuler-finanzielle-anreize/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 15:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei Investmentbankern haben wir uns an Boni ja bereits gewöhnt. Das Time-Magazin fragt in seiner aktuellen Titelgeschichte: Brauchen schon Minderjährige finanzielle Anreize, um in der Schule Höchstleistungen zu erbringen? Sollten Eltern ihren Nachwuchs also mit Geld zu guten Noten motivieren? Viele sehen Boni für Kinder kritisch - Lehrer finden, man solle sie nicht für etwas [...]]]></description>
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<p>Bei Investmentbankern haben wir uns an Boni ja bereits gewöhnt. Das Time-Magazin fragt in seiner aktuellen <a href="http://www.time.com/time/nation/article/0,8599,1978589,00.html" target="_blank">Titelgeschichte</a>: Brauchen schon Minderjährige finanzielle Anreize, um in der Schule Höchstleistungen zu erbringen? Sollten Eltern ihren Nachwuchs also mit Geld zu guten Noten motivieren?<span id="more-1793"></span></p>
<p>Viele sehen Boni für Kinder kritisch - Lehrer finden, man solle sie nicht für etwas belohnen, was sie aus eigenem Antrieb leisten müssten. Psychologen warnen, dass die Anreize das genaue Gegenteil erreichen, nämlich schlechtere Schulnoten. Und Eltern befürchten, dass die Erziehung im Endeffekt zu weniger Disziplin führt - dann nämlich, wenn die Anreize eines Tages wegfallen.</p>
<p>Die Autorin des Artikels, <a href="http://www.amandaripley.com/blog/bribing_kids_the_politics_vs_the_policy/" target="_blank">Amanda Ripley</a>, stellt sich jedoch vor allem eine Frage: Funktionieren Boni bei Kindern? Führt finanzielle Belohnung zu besseren Schulnoten? Um die Antwort vorwegzunehmen: Es kommt offenbar auf die Art des Anreizes an.</p>
<p>Ripley berichtet von einem ungewöhnlichen Experiment des Harvard-Ökonomen <a href="www.economics.harvard.edu/faculty/fryer" target="_blank">Roland Fryer</a>. Er ließ 18.000 Schulkindern in vier amerikanischen Städten - Chicago, Dallas, Washington und New York - die Gesamtsumme von 6,3 Millionen US-Dollar zukommen. In jeder Stadt wählte Fryer ein anderes Anreizsystem. Manche Kinder bekamen Geld für gute Noten, andere für gutes Betragen im Unterricht.</p>
<p>Weder in Chicago noch in New York steigerte die finanzielle Belohnung die akademische Leistung der Kinder. In Washington, wo die Kinder Geld für regelmäßige Anwesenheit und gutes Benehmen bekamen, schnitten sie in Lesetests etwas besser ab. In Dallas jedoch war der Effekt ganz erheblich - offenbar aufgrund der Herangehensweise.</p>
<p>Jedes Mal, wenn die dortigen Zweitklässler ein Buch gelesen und Fragen zum Inhalt erfolgreich beantwortet hatten, bekamen sie zwei Dollar. Im Schnitt las jedes Kind sieben Bücher im Jahr. Ergebnis: Die Kinder erzielten am Ende des Schuljahres nicht nur in Lesetests höhere Punktzahlen - ihre Leistung blieb auch besser, nachdem das Experiment bereits vorüber war und sie kein Geld mehr bekamen.</p>
<p>Was meinen Sie? Sollten Kinder "bestochen" werden, um gute Noten zu ergattern?</p>
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		<title>Werbung mit Plus-Size-Models bringt nichts</title>
		<link>http://www.alltagsforschung.de/werbung-mit-plus-size-models-bringt-nichts/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 09:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsumforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem läuft auf Pro Sieben die fünfte Staffel von "Germany’s Next Topmodel" - und wieder stellt sich die Frage, ob die teilweise sehr mageren Teilnehmerinnen ein schlechtes Vorbild für weibliche Zuschauerinnen sind. Doch eine neue Studie beweist: Werbeanzeigen mit übergewichtigen Models bringen auch nichts. Die Frauenzeitschrift Brigitte verkündete Anfang des Jahres, sämtliche Fotostrecken ab [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1587" title="plus-size" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/plus-size-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" />Seit kurzem läuft auf Pro Sieben die fünfte Staffel von "Germany’s Next Topmodel" - und wieder stellt sich die Frage, ob die teilweise sehr mageren Teilnehmerinnen ein schlechtes Vorbild für weibliche Zuschauerinnen sind. Doch eine neue Studie beweist: Werbeanzeigen mit übergewichtigen Models bringen auch nichts. <span id="more-1582"></span></p>
<p>Die Frauenzeitschrift Brigitte <a href="http://www.brigitte.de/mode/ohne-models/ohne-models-1037114/" target="_blank">verkündete</a> Anfang des Jahres, sämtliche Fotostrecken ab sofort nicht mehr mit Models zu produzieren, sondern "mit Frauen wie Ihnen und uns". Damit wollte die Redaktion sicher auch ein Zeichen gegen den Magerwahn setzen.</p>
<p>Ein internationales Forscherteam, darunter auch der Psychologe <a href="http://social-cognition.uni-koeln.de/scc4/people/thomas_mussweiler.html" target="_blank">Thomas Mussweiler</a> von der Universität zu Köln, hat in einer Studie (<a href="http://social-cognition.uni-koeln.de/scc4/documents/JCR36.pdf" target="_blank">.pdf</a>) untersucht, wie Werbung mit Übergrößen-Models wirkt. Das Fazit ist eher ernüchternd: Sowohl Frauen mit einem normalen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index" target="_blank">Body-Mass-Index</a> (BMI) als auch solche mit einem hohen BMI wiesen ein niedrigeres Selbstbewusstsein auf, nachdem sie Annoncen mit Models betrachteten - und zwar unabhängig davon, ob dieses Model nun dick oder dünn war.</p>
<p>Demnach liegt es nicht nur am Aussehen des Models, wie eine Frau auf Werbung reagiert - ihr Selbstbewusstsein wird auch davon beeinflusst, inwieweit sich ihr Aussehen von dem des Models unterscheidet. Mitautorin Naomi Mandel resümiert: "Wir halten es für unwahrscheinlich, dass Unternehmen Marktanteile dadurch gewinnen, dass sie Übergrößen-Models buchen."</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.physorg.com/news187985571.html" target="_blank">PhysOrg</a>]</p>
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		<title>Starbucks profitiert von Kalorienangaben</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 09:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 2008 müssen Restaurants in New York die Kalorienanzahl ihrer Waren öffentlich machen - so auch die Kaffeekette Starbucks. Seitdem prangt neben jedem Milchkaffee oder Vanilla Latte die jeweilige Anzahl von Kalorien (bei Letzterem sind es 320). Das Unternehmen war verständlicherweise wenig begeistert, als das Gesetz verabschiedet wurde - befürchtete es doch erhebliche Einbußen. Nach [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1039" title="starbucks" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/starbucks-150x150.png" alt="starbucks" width="150" height="150" />Seit 2008 müssen Restaurants in New York die Kalorienanzahl ihrer Waren öffentlich machen - so auch die Kaffeekette Starbucks. Seitdem prangt neben jedem Milchkaffee oder Vanilla Latte die jeweilige Anzahl von Kalorien (bei Letzterem sind es 320).</p>
<p>Das Unternehmen war verständlicherweise wenig begeistert, als das Gesetz verabschiedet wurde - befürchtete es doch erhebliche Einbußen. Nach dem Motto: Wenn meine Kunden bei jeder Bestellung darüber nachdenken, ob sie so viel Kalorien futtern oder trinken sollten, werden sie es womöglich bleiben lassen. Aber stimmt das? <span id="more-1040"></span></p>
<p>Bryan Bollinger, Phillip Leslie und Alan Sorensen von der Universität Stanford gingen dieser Frage in einer neuen Studie nach (<a href="http://www.gsb.stanford.edu/news/StarbucksCaloriePostingStudy.pdf" target="_blank">.pdf</a>). Sie untersuchten das Kaufverhalten vor und nach der Verabschiedung des Kaloriengesetzes.</p>
<p>Ihr Fazit: Zwar nahmen Kunden durch die Veröffentlichung der Kalorien im Schnitt pro Starbucks-Besuch sechs Prozent weniger Kalorien zu sich. Das lag aber vor allem daran, dass sie am Essen sparten, nicht an den Getränken. Und deshalb litten die Umsätze von Starbucks keinesfalls unter der erzwungenen Transparenz. Mehr noch: Filialen, die einen Wettbewerber in der Nähe hatten - etwa Dunkin' Donuts - konnten ihren Umsatz sogar steigern.</p>
<p>Das wiederum erstaunte die Forscher. Bollinger vermutet, dass die Kunden womöglich die unterschiedlichen Kalorienangaben verglichen und zum Ergebnis kamen, dass Starbucks vergleichsweise "gesund" ist - wodurch mehr Kunden sich für Starbucks entschieden.</p>
<p><strong><span style="line-height: 22px;"><br />
</span></strong></p>
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		<title>Die Psychologie des Spendens</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 12:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einigen Stunden beginnt im ZDF eine Spendengala für die Opfer des Erdbebens von Haiti. Sicher werden dort zahlreiche unfassbare und schockierende Bilder gezeigt, vermutlich auch von Kindern. Das ist in diesem Fall auch gut so, denn: Je mehr Einzelschicksale, desto mehr Spenden. Der US-Journalist Jonah Lehrer schrieb in seinem Blog vor einigen Tagen einen [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-707" title="sparschwein" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/sparschwein-150x150.PNG" alt="sparschwein" width="150" height="150" />In einigen Stunden beginnt im ZDF eine <a href="http://www.bild.de/BILD/news/einherzfuerkinder/2010/01/19/hilfe-gala-haiti-erdbeben-katastrophe/die-grosse-spendennacht-heute-im-zdf.html" target="_blank">Spendengala</a> für die Opfer des Erdbebens von Haiti. Sicher werden dort zahlreiche unfassbare und schockierende Bilder gezeigt, vermutlich auch von Kindern. Das ist in diesem Fall auch gut so, denn: Je mehr Einzelschicksale, desto mehr Spenden. <span id="more-696"></span></p>
<p>Der US-Journalist Jonah Lehrer <a href="http://scienceblogs.com/cortex/2010/01/haiti.php" target="_blank">schrieb</a> in seinem Blog vor einigen Tagen einen Eintrag zu dem Thema. In seinem Buch <a href="http://www.amazon.com/How-We-Decide-Jonah-Lehrer/dp/0618620117/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1227632740&amp;sr=8-1" target="_blank">"How we decide"</a> berichtet Lehrer auch von Experimenten des Psychologen <a href="http://www.decisionresearch.org/people/slovic/" target="_blank">Paul Slovic</a> von der Universität von Oregon. Slovic wollte herausfinden, wie viel jemand für wohltätige Zwecke bereit ist zu spenden. Daher zeigte er Versuchspersonen das Bild von Rokia, einem hungernden Kind aus dem afrikanischen Mali. Im Schnitt waren die Leute danach bereit, 2.50 US-Dollar zu spenden - zugegeben, nicht sehr viel.</p>
<p>Dann zeigte Slovic einer anderen Gruppe Statistiken über die Anzahl hungernder Menschen in Afrika - mehr als drei Millionen Kinder sind allein in Malawi betroffen, in Äthiopien brauchen elf Millionen Menschen Hilfe. Und was passierte? Die Spendenbereitschaft in Slovics Experiment sank um 50 Prozent.</p>
<p>Auf den ersten Blick wirkt das unlogisch - wir spenden weniger, wenn wir uns dem wahren Ausmaß bewusst werden, als wenn wir von einem Einzelschicksal erfahren. Laut Slovic hat das einen simplen Grund: Statistiken berühren uns nicht - und bewegen uns somit eher nicht zu einer Spende.</p>
<p>Dazu passt ein Zitat von Mutter Teresa: "If I look at the mass I will never act. If I look at the one, I will."</p>
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		<title>Wie Restaurants uns manipulieren</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 13:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsumforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Fast Food]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[McDonald's]]></category>
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		<category><![CDATA[Starbucks]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Waren Sie vor kurzem in einem Restaurant essen? Oder haben sich bei Starbucks einen Kaffee geholt? Oder bei McDonald's einen Burger? Die Chancen stehen gut, dass sie währenddessen manipuliert wurden. In den USA erscheint in der kommenden Woche ein Buch des Autors William Poundstone, der sich mit den Manipulationen beschäftigt, denen wir in Restaurants und [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-440" title="manipulation" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/manipulation-150x132.jpg" alt="manipulation" width="150" height="132" />Waren Sie vor kurzem in einem Restaurant essen? Oder haben sich bei Starbucks einen Kaffee geholt? Oder bei McDonald's einen Burger? Die Chancen stehen gut, dass sie währenddessen manipuliert wurden. In den USA erscheint in der kommenden Woche ein <a href="http://www.amazon.com/Priceless-Myth-Fair-Value-Advantage/dp/080909469X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1262084221&amp;sr=8-1" target="_blank">Buch</a> des Autors <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/William_Poundstone" target="_blank">William Poundstone</a>, der sich mit den Manipulationen beschäftigt, denen wir in Restaurants und Fast-Food-Ketten ausgesetzt sind. Hier einige <a href="http://www.psychologytoday.com/blog/priceless/200912/decoding-fast-food-menus" target="_blank">Beispiele</a> aus Poundstones Werk: <span id="more-436"></span></p>
<p>Beispiel Starbucks: Laut Poundstone macht sich die Kaffee-Kette die "Rule of three" zunutze. Starbucks bietet seine Getränke in drei Größen an: "Tall", "Grande" und "Venti". Der US-Professor <a href="https://gsbapps.stanford.edu/facultyprofiles/biodetail.asp?id=72739009" target="_blank">Itamar Simonson</a> erfand in einer Studie den Begriff der "Extremeness aversion": Bei drei Alternativen schrecken wir davor zurück, die Extreme zu wählen und nehmen stattdessen die mittlere Variante - und somit nicht die günstigste.</p>
<p>Beispiel Fast-Food-Ketten: Nehmen Sie bei McDonald's auch gerne ein Menü? Klar, ist ja auch günstiger - die Kombination aus Burger, Pommes Frites und Getränk kostet nur wenige Cent mehr als Burger und Getränk allein. Ein unwiderstehliches Angebot. Doch laut Poundstone gibt es noch einen weiteren Grund für solche Menüs: Sie sorgen für Verwirrung. Oder können Sie noch genau auseinanderhalten, wie viel der Burger und das Getränk kostet? Eben. Und all zu sehr anstrengen will man sich geistig ja nicht. Daher ist Poundstone auch davon überzeugt, dass es den Fast-Food-Ketten überhaupt nicht schadet, wenn sie die Kalorienanzahl auf die Karte schreiben müssen. Denn wir könnten ohnehin nur eine begrenzte Anzahl von numerischen Informationen aufnehmen - und wenn wir uns auf die Kalorienanzahl konzentrieren, achten wir weniger auf die Preise.</p>
<p>Beispiel Speisekarten: Poundstone zitiert in seinem Buch den Berater Brandon O’Dell. Er empfiehlt Restaurantbesitzern, die Preise auf keinen Fall in geraden Spalten aufzulisten - dann wähle der Kunde einfach das billigste Essen. Außerdem verzichten viele Restaurants in ihren Karten darauf, kleine Pünktchen zu benutzen, um die einzelnen Speisen (links) mit den Preisen (rechts) zu verbinden. Denn so würde der Kunde das leckere Essen nicht gleich mit den Preisen in Verbindung setzen.</p>
<p>Hier erklärt Poundstone weitere Tricks:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3UT-LhJovFY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/3UT-LhJovFY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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